macOS-Tipp 6 – Finder konfigurieren

Dies ist eine neue Version des sechsten macOS-Tipps. Im damaligen Tipp aus dem Jahre 2015 ging es um das Erstellen einer bootfähigen CD. Mittlerweile spielt dies aber keine große Rolle mehr, zumal Macs schon seit einiger Zeit ohne CD-Laufwerk ausgeliefert werden. Deshalb habe ich mich entschieden, den alten Tipp zu löschen und durch diesen aktuellen Beitrag zu ersetzten. den alten Beitrag als veraltet zu kennzeichnen und zugleich einen neuen Tipp zum Thema „Finder konfigurieren“ zu veröffentlichen.

Lokal oder iCloud

Schon seit einiger Zeit hat man die Möglichkeit den Inhalt der Ordner „Dokumente“ und „Schreibtisch“ entweder — wie bisher lokal — oder in der iCloud zu speichern. Bei der Einrichtung eines neuen Mac-Rechners erhält man eine entsprechende Auswahlmöglichkeit, später kann man diese Einstellung unter

> Systemeinstellungen > iCloud > iCloud Drive

vornehmen.

Dementsprechend findet man im Finder-Fenster hinter der Angabe des geöffneten Verzeichnisses die Information, ob es sich um den lokalen oder den iCloud-Ordner handelt.

Lokale Ansicht des Schreibtisch im Finder

Finder-Einstellungen

Ein Klick im Menü auf „Finder“, gefolgt von „Einstellungen“ öffnet die Finder-Einstellungen. Unter „Allgemein“ kann zunächst festgelegt werden, welche Objekte auf dem Schreibtisch angezeigt werden sollen. Außerdem wird hier bestimmt, welches Verzeichnis beim Start des Finders standardmäßig geöffnet werden soll.

Wer gerne mit Tags arbeitet, sollte sich die entsprechenden Optionen ansehen. Denn hier lassen sich neue Tags anlegen bzw. vorhandene Tags löschen. Außerdem kann man für bestehende Tags die Farben anpassen.

Unter „Seitenleiste“ erhält man eine Auswahlmöglichkeit hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Objekte. Orte oder Verzeichnisse, auf die man nicht häufig zugreift, könnten an dieser Stelle durch das Entfernen der entsprechende Häkchen deaktiviert werden, so dass sie nicht mehr in der Seitenleiste erscheinen.

Bleib noch das Fenster „Erweitert“. Hier lässt sich Einstellen, welche Warnungen ausgegeben werden sollen. Außerdem kann man festlegen, dass der Papierkorb nach 30 Tagen automatisch entleert werden soll.
Interessant ist die letzte Option, die den Ordner bestimmen lässt, in dem standardmäßig nach einem Objekt gesucht werden soll, wenn der Nutzer die Suchfunktion startet. Mir geht es so, dass ich in der Regel nur das aktuelle Verzeichnis durchsuchen möchte, weswegen ich hier eine entsprechende Einstellung vorgenommen habe.

Library-Ordner öffnen

Applikationen legen ihre benutzerspezifischen Daten, beispielsweise Konfigurationsdateien, im persönlichen Library-Ordner ab, also unter

/Users/<Benutzername>/Library

Auch wenn sich dieser Ordner im Benutzerverzeichnis befindet, wird er im Finder nicht angezeigt. Über einen speziellen Weg kann aber dennoch auf dieses Verzeichnis zugegriffen werden. Denn wählt man bei geöffnetem Finder in der Menüleiste „Gehe zu“ aus und drückt dann die alt– (bzw. optionen-) Taste, dann erscheint als zusätzliche Auswahl der Library-Ordner. Ein Klick hierauf öffnet dann dieses Verzeichnis.

Weitere nützlich Tastaturkürzel

Auf zwei weitere nützliche Tastenkombinationen möchte ich zum Abschluss noch hinweisen.

Da wäre zum einen Shif + Cmd + G. Damit öffnet sich ein Fenster, in dem man direkt den Pfad zu einem bestimmten Verzeichnis eingeben kann. Eine Bestätigung mit Enter öffnet dann jenen Ordner.

Zum anderen erhält man mit Cmd + K die Möglichkeit, eine Netzwerkadresse einzugeben, zum Beispiel in der Form

smb://192.168.178.32/Documents

Nach einem Klick auf „Verbinden“ würde in diesem Fall der Dokumente-Ordner des Rechners mit der IP-Adresse 192.168.178.32 geöffnet werden. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um einen Mac handeln. Zu jedem Gerät, dass das SMB-Protokoll beherrscht, kann auf diese Weise eine Verbindung hergestellt werden also zum Beispiel auch zu einem Windows-PC oder einem NAS. Selbstverständlich muss auf dem entfernten Gerät eine entsprechende Freigabe eingerichtet worden sein.

Youtube-Video

Zu diesem Blogbeitrag gibt es ein (älteres) Tutorial auf Youtube. Außerdem findet Ihr dort eine Playlist mit weiteren macOS-Tipps.