Outlook 16 für macOS mit neuem Design

Outlook 16 für den Mac verändert sich im Aussehen, und zwar deutlich. Wenn Ihr bereits Version 16 installiert habt, dann wird Euch vermutlich schon ein Hinweisfenster aufgefallen sein, das beim Start von Outlook erscheint. Es bietet die Möglichkeit, das neue Outlook zu teste. Alternativ kann man nach dem Start von Outlook oben rechts zur neuen Ansicht wechseln.

Neue Version von Outlook 16

An dieser Stelle aber gleich eine Warnung: Aktuell können nur E-Mail-Konten folgenden Typs eingerichtet werden:

  • Office 365
  • Outlook.com
  • Gmail

Wenn Ihr in Eurem Outlook Konten anderer Anbieter nutzt, dann verschwinden diese nach dem Wechsel auf das neue Outlook.

Die neue Ansicht kann man als sehr aufgeräumt bezeichnen. Am oberen Rand befindet sich deutlich sichtbar eine Suchmaske. Eine Design-Entscheidung, die mich sehr gefreut hat, schließlich rufe ich E-Mails in der Regel über die Suche auf.

Unterhalb der Suche ist das Menüband (Ribbon) einer Menüleiste gewichen, die die wichtigsten Funktionen enthält, zum Beispiel das Löschen, Archivieren oder Markieren. Besonders hervorgehoben ist dabei der Button „Neue Nachricht“. Ein Klick darauf öffnet einen Editor, in dem der oder die Empfänger (ggf. auch als Cc oder Bcc), der Betreff und die Nachricht eingegeben werden können.

Outlook 16 - E-Mail verfassen

Die geöffnete Editor-Ansicht führt außerdem dazu, dass sich die Buttons in der Menüleiste ändern. Und wiederum werden nur die wichtigsten Funktionen angezeigt, Senden, Verwerfen, Anfügen und Signatur. E-Mails werden übrigens standardmäßig im HTML-Format verfasst. Ändern lässt sich dies in den Outlook-Einstellung geändert werden, aufzurufen über

> Outlook > Einstellungen > Verfassen
Outlook 16 - Einstellungen für das Verfassen von E-Mails

Der Bereich unterhalb der Menüleiste gliedert sich in der Standardeinstellung in vier Bereiche: Die E-Mail-Konten bzw. Ordnerstruktur, die E-Mail-Übersicht, die aktuell geöffnete E-Mail und einer Kalenderübersicht. Sowohl die Spalte mit der Ordnerstruktur als auch die Spalte mit den Kalenderereignissen lassen sich über entsprechende Buttons, die oben links bzw. oben rechts angeordnet sind, schließen (und wieder öffnen). So lässt sich die Ansicht auf zwei Bereiche reduzieren: Eine Spalte mit der E-Mail-Übersicht und eine Spalte mit der aktuell geöffneten E-Mail.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass sehr viel Wert auf Übersichtlichkeit gelegt wurde. Und nach einem ersten Eindruck muss ich sagen: das ist Microsoft gelungen. Allerdings ist das neue Outlook meines Erachtens (noch) nicht für den produktiven Einsatz geeignet. Das liegt nicht nur an der fehlenden Unterstützung für klassische IMAP-Konten, sondern auch am Fehlen anderer Funktionen. So kann man derzeit zum Beispiel eine neue E-Mail nicht digital signieren. Nichtsdestotrotz denke ich aber, dass Microsoft mit dem neuen Outlook auf dem richtigen Weg ist.