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iCloud Drive Sync nutzen

Mit der Einführung von macOS Sierra besteht die Möglichkeit, die Dateien und Verzeichnisse, die sich auf dem Schreibtisch und in dem Ordner Dokumente befinden über iCloud Drive zu synchronisieren. Diesen Daten stehen dann auch auf anderen Mac-Rechnern oder iOS-Geräten (über die App iCloud Drive) zur Verfügung. Voraussetzung ist freilich, dass stets die gleiche Apple ID verwendet wird.

Beim Upgrade auf macOS Sierra wird man in der Regel gefragt, ob man iCloud Drive für die Speicherung der Daten, die sich im Ordner Dokumente und auf dem Schreibtisch befinden, nutzen möchte. Wird dieser Dialog nicht angezeigt oder verneint man dies, dann besteht die Möglichkeit der nachträglichen Konfiguration. Dafür muss über

-> Systemeinstellungen -> iCloud -> iCloud Drive - Optionen

das entsprechende Fenster aufgerufen werden.

iCloud Drive Options

Anschließend setzt Ihr bei Speicherort “Dokumente” & “Schreibtisch” ein Häkchen, so dass iCloud Drive nun die Dateien synchronisiert.

activate iCloud Drive sync

Bevor aber die Synchronisierung aktiviert wird, solltet Ihr zunächst überprüfen, ob überhaupt ausreichend iCloud-Speicherplatz zur Verfügung steht (standardmäßig sind lediglich fünf GB kostenlos). Außerdem ist die Frage aufzuwerfen, ob man die Dateien des Dokumente-Ordners überhaupt in der Cloud speichern möchte. Zum einen spielt dabei die Frage nach der Datensicherheit eine Rolle, zum anderen die der Praktikabilität. So speichert beispielsweise Virtualisierungssoftware (z.B. Parallels oder VMWare) die Betriebssystem-Container in der Regel im Dokumente-Ordner. Eine Aktivierung der Synchronisation würde also dazu führen, dass ein komplettes Windows- oder Linux-Betriebssystem in die Cloud kopiert werden würde.

Außerdem hat die Synchronisierung Nebeneffekte. Denn sobald sie auf einem anderen Mac ebenfalls aktiviert wird, scheinen die Dateien auf diesem Gerät zu verschwinden. Statt dessen erscheinen die Dateien jenes Macs, bei dem die Synchronisierung zuerst eingerichtet wurde. Die vermeintlich entfernten Dateien werden dabei in einen neuen Unterordner verschoben. Dieser trägt den Namen des Macs, zu dem die Dateien gehören.

Wie Ihr dem Screenshot zur Einrichtung von iCloud Drive entnehmen könnt, wird neben der Synchronisation auch die automatische Optimierung des Speicherplatzes aktiviert. Einmal aktiviert, sollen damit ältere Dateien erkannt und lokal gelöscht werden, so dass sie nur noch online in der iCloud vorhanden sind. Wie Jason Snell in seinem macOS-Review berichtet, ist dieses Feature aber nicht unproblematisch. Bei seinem Test wurde eine Datei entfernt, mit der er erst kürzlich gearbeitet hatte. Derzeit ist es wohl sinnvoller, diese Option zu deaktivieren.

Schwierigkeiten gibt es auch dann, wenn Dateien sowohl in die iCloud als auch zu Dropbox synchronisiert werden. Das ist dann der Fall, wenn sich der Dropbox-Ordner entweder auf dem Schreibtisch oder in dem Dokumente-Ordner befindet. Die Synchronisation mit iCloud Drive solltet Ihr in dieser Konstellation nicht aktivieren.

Das Fazit zur Synchronisation mit iCloud Drive fällt ernüchternd aus. Ihr solltet Euch genau überlegen, ob Ihr diese Möglichkeit nutzen möchtet. Sinnvoller erscheint es mir, auf dieses Feature zu verzichten, zumindest bis die (bisher) bekannten Schwierigkeiten beseitigt sind.

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